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01.10.2020

Eigene Standards definieren

Im Juni 2020 haben wir in einem Artikel über die Vorteile des leistungsorientierten Trainings geschrieben, auf dem wir jetzt weiter aufbauen wollen. Wichtig um seine eigene Entwicklung mitbegleiten, Defizite erkennen und gezielt bestimmte Fähigkeiten trainieren zu können, ist eine Bestimmung des momentanen Ist-Zustandes.

Festlegung von Standardübungen

Dazu stellt man sich am besten bestimmte Übungen zusammen, die wenig Aufwand in der Durchführung verursachen und mit einem geringen Munitionsansatz verbunden sind. Wir empfehlen eine zeitliche Dauer von höchstens 10-15 Minuten, und eine Schussanzahl von höchstens 30-40 Patronen.
Die Übungen sollten ein möglichst breites Fähigkeitsspektrum abdecken, welches die eigenen Anforderungen an einen möglichen Schusswaffeneinsatz abdeckt. (z.B. Erstschuss aus dem Holster, Zielwechsel, Magazinwechsel, einhändiges arbeiten, Hemmungsbehebung, etc.)
Hat man die Übungen definiert, legt man noch das Zielmedium und die Entfernung fest und hält die selbst definierten Rahmenbedingungen schriftlich fest.

Notwendiges Zubehör

Zur Dokumentation benötigt ihr noch einen Schießzeitnehmer und Schreibmaterial. Es hat sich bewährt, eine Tabelle vorzubereiten, in die dann nur mehr das entsprechende Datum und die jeweiligen Ergebnisse eingetragen werden müssen. Das spart Zeit und ermöglicht einen guten Überblick über den eigenen Fortschritt. Digitale Lösungen sind natürlich auch möglich! 😊

Durchführung

Bevor man mit dem nächsten Training loslegt, schießt man nun alle Standardübungen „kalt“ (d.h. kein Vorüben oder Aufwärmen) durch und erhält so einen ersten individuellen Referenzwert. Vor jeder weiteren Trainingseinheit erhält man dann neue Daten, die mit den vorherigen Referenzwerten verglichen werden können und dann zum neuen Referenzwert werden. Wichtig ist, dass man die Eckpunkte wie Holster, Munition und Waffe nicht verändert, um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten.

Leistungsorientiertes Training

Man darf sich trotz Schießzeitnehmer nicht dazu verleiten lassen, die Qualität der Ausführung zugunsten einer besseren Zeit schleifen zu lassen. Nur perfekte Wiederholungen zählen! Wenn man die entsprechende Disziplin und Regelmäßigkeit aufbringt, wird man bereits nach relativ kurzer Zeit Fortschritte feststellen können. Erfolg definiert sich in diesem Zusammenhang an einer Leistungssteigerung im Verhältnis zu den eigenen, individuellen Referenzwerten, welche in den vorausgehenden Trainings ermittelt werden konnten.

In unserem Kurs KKP01 - Kernkompetenzen Pistole 01 geben wir euch konkrete Übungen an die Hand, die sich sehr gut zur Definition von Standards eignen und gehen intensiv auf verschiedene Aspekte des leistungsorientierten Eigentrainings ein.




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